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 geschehen, bis wann dieselbe bestanden, bezüglich wann und unter welchen Umständen die Braupfanne eingegangen habe ich nicht ermitteln können. Nebenbei sei bemerkt, daß der jetzige Lehrer als Dorfgerichtsschreiber für Zipsendorf verpflichtet worden ist.

Das Schulhaus ist 1843 erbaut. Die Wohnräume sind ausreichend hell und gesund, doch ist der Hof sehr eingeengt. Das Schulzimmer bietet für die jetzige Kinderzahl hinlänglichen Raum, ist jedoch seiner freien Lage halber der Hitze und Kälte sehr ausgesetzt und hat fehlerhaften Lichteinfall. Um Gegenlicht zu vermeiden müssen die nach der Nordseite gehenden Fenster geblendet werden. Die obere Etage wird wenigstens auf der Wetterseite bald einer durchgreifenden Reparatur bedürfen. Turn- und Spielplatz liegen unmittelbar am Schulgeschäft.

Der inneren Einrichtung nach ist die Schule Halbtagsschule mit 2-jähriger Mittelstufe, die freilich der Überzahl der Schüler und des dadurch entstandenen Raummangels halber einige Zeit aufgelöst werden mußte.

Die Einführung des Turnunterrichts und besonders des Unterrichts in weiblichen Handarbeiten begegnete teilweise hartnäckigen Widerstand. Erst nach erfolgter Bestrafung einzelner Renitenten mit 6 und 3 Mark Ordnungsstrafe fügte man sich in das Unvermeindliche, doch nicht ohne gelegentlich an den Lehrer durch Abzüge bei