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 Das Patronatsrecht anlangend gehen die ältesten zuverlässigen Nachrichten bis gegen das erste Decanium (Jahrzehnt, d.Ü.) des sechzehnten Jahrhunderts zurück. Zur Zeit der Reformation und schon vor derselben stand es denen von Ende (Adelsname, d. Ü.) auf Kayna zu, in deren Händen es geraume Zeit hindurch gewesen.
Im Jahre 1634 ist laut der Kirchrechnung von diesen Jahren Patron Christian Donat von Freienwalde und hat von diesem Herzog Moritz von Sachsen in Zeitz das „Pfarrlehn in Zipsendorf samt Untertanen“ käuflich erworben. Die Kurfürsten von Sachsen, an welche später Sachsen – Zeitz gefallen, haben das Patronatsrecht durch das hochlöbliche Stift Consistorium und die Gerichtbarkeit durch das Justitienamt zu Zeitz ausüben lassen. Im Jahre 1816 ist das Patronatsrecht an die königlich – preußische Krone übergegangen.
Über die Gründung hiesiger Schule sind keine, über die früher an derselben angestellt gewesenen Lehrer sind nur unvollständige Nachrichten vorhanden. In einem auf hiesiger Pfarre (Pfarrei, d. Ü.) befindlichem Foliobande alter Kirchrechnungen mit dem Jahre 1654 beginnend, wird Augustinus Rössner als Ludimoderator (Schulmeister, d. Ü.) genannt, der zugleich wie mehrere seiner Nachfolger das Amt eines Pfannenmeisters (Bierbrauers, d. Ü.) bei der allhier befindlichen Braupfanne bekleidete. Die Kosten für die Instandhaltung